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AUDIENCING Lab „Diversität im Publikum“ am 19. Oktober in Wien
und 8. November in Berlin. save the date!

PRAXISBÜCHER ZU KULTURMANAGEMENT

ISO FOR CULTURE ist das neue Führungsinstrument für Kulturbetriebe. Es wurde in einem einjährigen Co-Creation Prozess von 60 Führungskräften deutscher und österreichischer Kulturbetriebe am Austrian Standards Institute entwickelt. ISO FOR CULTURE geht detailliert auf die kritische Interaktion künstlerischer und wissenschaftlicher Prozesse mit organisatorisch-kaufmännischen Vorgängen ein.

Das Praxisbuch dokumentiert anhand der Erfahrungen bereits ISO-zertifizierter Kulturbetriebe die Vorteile und den Nutzen von Qualitätsmanagement. Eine Vielzahl von Fachkommentaren, Best-Practice-Beispielen und Checklisten macht die Umsetzung im Kulturbetrieb einfach. Für die Kulturbranche schließt es die letzte Lücke im Verständnis des weltweit anerkannten Standards. ISO FOR CULTURE ist nach AUDIENCING I und AUDIENCING II das dritte AUDIENCING Praxisbuch.

Wer die ersten beiden Bücher von Irene Knava – Audiencing I und II – gelesen hat, wird auch um die Anschaffung ihres neuesten Buches nicht herumkommen. Wer bislang keines der drei Bücher gelesen hat, sollte sich gleich alle anschaffen. Unbestritten wird Qualitätsmanagement (QM) auch in den nächsten Jahren immer wichtiger werden. Denn wer als Kulturbetrieb ganz überwiegend öffentlich finanziert wird, steht unter steigendem Legitimationsdruck. Kann man dann aber die effiziente Mittelverwendung differenziert belegen, stehen die Chancen für eine breite Akzeptanz bei den politischen Entscheidungsträgern und in der Öffentlichkeit gut. (…) Fazit: Das Buch ist Pflichtlektüre für jede Führungskraft in Kulturbetrieb, -verwaltung und -politik. Gerald Mertens, Chefredakteur von „Das Orchester“


Was ich an AUDIENCING besonders gelungen fand, ist die Einbeziehung von Zuschauern, die schildern, warum sie Theatergänger wurden und was ihnen am Theater gefällt. Ausserdem hat mir das Kapitel, in dem es darum geht, die Spielstätten aus der Sicht der Besucher zu sehen, einige Anregungen geliefert. Aber auch darüber hinaus findet sich Einiges, was einfach die jahrelange Erfahrung in einem Theater widerspiegelt. Ich habe einige Bücher zu Besucherorientierung und -bindung gelesen, aber AUDIENCING bietet mit Abstand die besten Praxistipps! Das Buch macht Lust, einige Dinge neu anzugehen. Danke dafür! Bettina Reinhart, kfm. Geschäftsführerin, Deutsches Theater in Göttingen

Was für ein Buch! Es als verantwortlicher Leiter, als Geschäftsführer, Intendant, Marketingleiter eines Theaters oder Orchesters nicht zu lesen, wäre eine strafbare Unterlassung. Daher: Unbedingte Leseempfehlung! Gerald Mertens, Chefredakteur von „Das Orchester“

Dieses Buch ist ein profundes, auf wissenschaftlichen Forschungsergebnissen basierendes Praxis-Handbuch zur Publikumsbindung im Theater. Unbedingt empfehlenswert für Kulturschaffende am Theater in all seinen Bereichen, denn letztlich haben alle mit Publikum zu tun. Prof. Dr. Birgit Mandel, Universität Hildesheim, Institut für Kulturpolitik

Ich finde die Aspekte in diesem Buch ganz wunderbar und ich habe mir viele Denkanstöße mitgenommen Es ist ein Buch aus der Praxis für die Praxis. Bei vielen Dingen habe ich mir gedacht: Ah so könnte es gehen! Das Buch vermittelt Einblicke, die selbst ich so im Detail über die Theaterlandschaft nicht habe. Gleichzeitig regt es an, sofort etwas zu ändern bzw. umzusetzen und macht dabei auch klar, dass – auch wenn der Weg ein längerer ist – die Umsetzung in jedem Fall lohnenswert ist. Andrea Geldner, Leitung Theaterkasse, Volkstheater Wien

Kompliment: Der auf den ersten Blick schmale Band enthält jede Menge Information – und auch Innovation! Thomas Schwarzer, Deutscher Bühnenverein, Landesverband Bayern

Das im Jahr 2009 erschienene Buch von Irene Knava mit dem Titel Audiencing war eine Offenbarung. Als echtes Arbeitsbuch für Leitungspersonal mit Fragen und Checklisten stellte es in einem neuen Denkansatz die absolute Besucherorientierung von Kulturbetrieben in den Mittelpunkt. Um es vorweg zu nehmen: Auch das neue Buch ist auf jeden Fall sein Geld wert und gehört unbedingt in die Hände all derjenigen, die in Kulturbetrieben – nicht nur Theatern und Orchestern – Führungsverantwortung tragen. Warum sollen Kulturbetriebe überhaupt noch öffentlich finanziert werden? Nur weil das immer schon so war? Wie besteht man besser in der allgemein härter werdenden Legitimationsdebatte? Irene Knava gibt darauf viele Antworten und schlägt anhand zahlreicher Praxisbeispiele gute Lösungsansätze vor.

Nach einer kurzen Einleitung beschreibt die Autorin suboptimale Serviceerlebnisse eines Museumsbesuchs, um daraus beispielhaft die Wichtigkeit und Bedeutung des Einlass-, Kassen- und Garderobenpersonals für die Servicequalität eines Kulturbetriebs deutlich zu machen. Sodann werden Qualitätsmanagement-Modelle aus der Betriebswirtschaftslehre wie die ISO Norm 9001 und die Balanced Scorecard erläutert und auf Kulturbetriebe adaptiert. Der Blick auf die Londoner Tate Modern zeigt, wie Kundenfreundlichkeit in der Praxis aussehen kann. Wichtige Erkenntnis: „Der Servicegrad steigt mit dem Eigendeckungsgrad“ – will sagen: Je höher die Eigeneinnahmen, desto besser muss der Service sein und umgekehrt.

In einem mit „Change 1“ überschriebenen Abschnitt beschreibt Knava die erforderliche Veränderung der Kulturbetriebe von Experten-Organisationen zu besucher-zentrierten Organisationen. Wiederum ausgehend vom Museumsbereich und unterlegt mit eigenen Praxiserfahrungen werden verschiedene Besuchertypen und -erwartungen und Fragen der Identitäts- und Sinnstiftung durch einen Museums- oder Theaterbesuch behandelt. Im Abschnitt „Change 2“ geht es um die Veränderung von Kultur-Betrieben zu Kulturunternehmen. Knava erörtert diverse (Finanz-) Skandale der jüngeren Vergangenheit vom Wiener Burgtheater über die Salzburger Osterfestspiele bis zum Schauspielhaus Düsseldorf, die allesamt Schwachstellen in der wirtschaftlichen Führung und Kontrolle dieser Betriebe zu Tage treten ließen. Mit der Kameralistik, also dem alten öffentlichen Haushaltsrecht, seien Kulturbetriebe heute nicht mehr angemessen zu führen. Eine Ausgliederung des Kulturbetriebs – bei allen Problemen – oder zumindest die Einführung einer kaufmännischen Buchführung könnten hier angemessene Reaktionen sein.

Im Abschnitt „Best Practice“ erläutert Knava die Vor- und Nachteile von Qualitätsmanagement in Kulturbetrieben und die Schaffung der dafür erforderlichen internen Strukturen. Unter der Überschrift „Das perfekte Kulturerlebnis schaffen“ fasst die Autorin wesentliche Erkenntnisse ihres Buches noch einmal zusammen. Zahlreiche Grafiken, Abbildungen, Zitate, Tipps und Infokästen machen das Buch sehr informativ und angenehm nutzbar. Empfehlung: unbedingt lesen! Gerald Mertens, Das Orchester 3/2015