Angefangen hat alles in meiner Kindheit. Mit „Die verwunschenen Brüder“ und „Die Schneekönigin“ im Burgtheater. Das Bild der Hütte, die auf Hühnerbeinen über die Bühne wackelt, sehe ich noch gut vor mir. Auch die wispernden Blätter der verwunschenen Brüder höre ich noch. Ich kann mich an „Der Nussknacker“ und „Dornröschen“ in der Staatsoper erinnern. Mit 16 habe ich Klaus Maria Brandauer als „Hamlet“ am Burgtheater gesehen und kurz darauf kam Claus Peymann nach Wien. Da war es um mich quasi geschehen: Kein Abend, an dem ich nicht am Stehplatz gestanden wäre. Jeden Tag Erlebnis pur. Jeden Tag Emotion und Glückseligkeit. Ich gehe auch heute noch viel ins Theater.
Ich lache gerne und ich weine gerne. Ich gehe auch in Konzerte, mache die Augen zu und lausche der Musik. Ich gehe in Ausstellungen und baue das, was ich dort sehe, in mein Wissen ein. Ich gehe in Kirchen und sehe uralte Fresken, versuche mir vorzustellen, wie die Bilder auf die Menschen früher gewirkt haben. Ohne Kunst könnte ich gar nicht sein, ohne Theater könnte ich nicht sein. Ich mag es, eine gute Zeit an einer Bühne zu haben, Freunde und Bekannte zu treffen und mich zu Hause zu fühlen. Dieses Gefühl möchte ich weitergeben: In einem Theater oder Museum zu Hause zu sein. Willkommen zu sein und gerne wieder zu kommen. Ein wunderbares Erlebnis zu haben.

