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Pimp your Profile! Audience Development zwischen Diversität und Digitalisierung

9 Oktober, 2019 Veröffentlicht von

Durch die Veränderungsimpulse der Diversität und des Digitalen Wandels ist es notwendig, dass Kulturbetriebe neue Strukturen für und vor allem mit einem neuen Publikum bauen. Das bedeutet, dass auch Audience Development sich verändert: Durch Partizipation und Teilhabe findet eine Entwicklung hin zu Community Building statt. „The challenge is not whether to build communities or audiences but how to build communities and audiences together.” (Borwick 2012: 8)

Diversität meint das Abbild der Gesellschaft in der Programmatik, der Struktur der Mitarbeiter*innen und dem Publikum. Dabei bezieht sie sich auf Alter, Geschlecht, sexuelle Orientierung, ethnische Herkunft, Religion, besondere Bedürfnisse und sozioökonomischen Status. Diverse Teams sind innovationsfähiger – eine Eigenschaft, die nicht nur für die Herausforderungen der digitalen Transformation dringend erforderlich ist. Diversität führt zu höherer künstlerischer Qualität, Erfolg und Relevanz.

Der wesentliche Punkt bei Community Building im Gegensatz zu Audience Development ist ein Verschieben der Zeitlinie. Audience Development findet ex post statt, wohingegen Community Building ex ante stattfindet. Partizipation und Teilhabe beziehen das Publikum also in den Entstehungs- und Entscheidungsprozess mit ein. Das Ergebnis ist multiperspektivisch und greift die digitalen Trends Customer Co-Creation, Open Innovation und Rapid Prototyping auf. Diese Trends sind elementare Bestandteile des Digitalen Wandels.

10 Tipps für Veränderungen zu mehr Diversität und Digitalisierung

  1. Verankern Sie vielfaltssensible Öffnung und Digitalen Wandel im Leitbild/Mission Statement.
  2. Leiten Sie aus Leitbild/Mission Statement eine Strategie und Wirkungsziele ab.
  3. Leiten Sie aus Strategie und Zielen Maßnahmen je Abteilung und Mitarbeiter*in ab.
  4. Beziehen Sie Mitarbeiter*innen in den Veränderungsprozesse ein, indem Sie abteilungsübergreifende Change-Teams bilden.
  5. Beteiligen Sie Publikum und Communities an der Weiterentwicklung der Organisation und an kreativen Prozessen.
  6. Verschieben Sie den Teilhabeprozess für Publikum und Communities in der Zeitlinie nach vorne.
  7. Schaffen Sie durch ex ante Beteiligung neue Lern- und Entwicklungsprozesse für alle Beteiligten und den Kulturbetrieb.
  8. Beziehen Sie so viele Sichtweisen wie möglich ein und arbeiten Sie multiperspektivisch.
  9. Pimp your Profile! indem Sie die Sprachenvielfalt erhöhen, herkunftskulturell diverse Künstler*innen und Kurator*innen beschäftigen und die eurozentristische Sichtweise in Richtung Vielfalt verändern.
  10. Verändern Sie die Personalstruktur der Kulturorganisation in Richtung mehr Diversität.

Wenn Sie mehr zu diesem Thema lesen möchten: Hier geht es zu einem aktuellen Artikel und hier zu meinem neuesten Buch AUDIENCING Diversity 4.0


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