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Präsentation der Kulturellen Wirkungsdimensionen auf der DeGeval

17 September, 2018 Veröffentlicht von

Bei der Jahrestagung der DeGeval, Gesellschaft für Evaluation, habe ich im September 2018 das Konzept der Kulturellen Wirkungsdimensionen vorgestellt. Die Kulturellen Wirkungsdimensionen wurden mit 85 VertreterInnen von Kulturbetrieben in den AUDIENCING Labs co-kreativ entwickelt. Sie stellen ein prototypisches Muster für das Zielsystem eines Kulturbetriebes dar. Die sechs Kulturellen Wirkungsdimensionen sind: Programme und Formate, Kulturelle Bildung und Partizipation, KundInnen und NutzerInnen, Kooperationen, MitarbeiterInnen und Finanzen.

Verfügt eine Institution über ein Mission Statement so spannt sie ihre Ziele über die Kulturellen Wirkungsdimensionen auf, entwickelt Indikatoren und Wirkungskennzahlen und leitet Umsetzungsmaßnahmen ab. Hat sie noch kein Mission Statement, so werden entlang der Kulturellen Wirkungsdimensionen Ziele entwickelt und daraus das Mission Statement abgeleitet. Indikatoren und Umsetzungsmaßnahmen operationalisieren wiederrum die Zielvorstellungen.

Das Mission Statement ist eine Kurzbeschreibung wofür der Kulturbetrieb steht, warum es ihn gibt, für wen er da ist und welche Aufgaben er wie erfüllt. Es ist eine wichtige Orientierung nach Innen zu den MitarbeiterInnen und nach Außen zu unterschiedlichen Stakeholdern wie Publikum, Träger, Sponsoren u.a. Sind konkrete Ziele mit quantitativ und qualitativ messbaren Ergebnissen definiert, so weiß jede/r MitarbeiterIn was er/sie zum Erfolg beiträgt. Die Motivation steigt. Ist klar welche Ziele verfolgt werden, können Entscheidungen transparenter und rascher gefällt werden. Passt etwas nicht zur Mission, wird es nicht gemacht.

Die sachlich nachvollziehbaren Ergebnisse werden intern und extern kommuniziert und somit wird der Kulturauftrag sichtbar gemacht. Qualität und Exzellenz – für viele Kulturbetriebe wesentliche Ziele – werden faktenbasiert untermauert und anfassbar gemacht. Relevanz lässt sich nicht mehr nur über die Besuchszahl belegen, sondern es gibt ein breiteres Indikatorenbündel. Weitere Vorteile sind: Künstlerische Vorhaben und Veränderungen von IntendantInnen lassen sich sachlich abbilden, Herausforderungen und Veränderungen wie Diversität oder Digitaler Wandel lassen sich abbilden. Die Kulturellen Wirkungsdimensionen sind ein Instrument, das Veränderungen misst und mit dem die Leitung sieht, ob die Richtung stimmt.


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