NEUES

Mein viertes Buch AUDIENCING Diversity 4.0  ist erschienen. Zum Probekapitel und Bestellungen direkt hier.

KULTURELLE WIRKUNGSDIMENSIONEN

Mit welcher Strategie fährt der Kulturbetrieb in die Zukunft? Mit welchen Zielen wird gesteuert? Wie werden Veränderungen sichtbar gemacht? Wenn Theater, Orchester und Museen ihre Relevanz belegen wollen, so sind sachliche Kriterien, die die Qualität der Arbeit beschreiben und mit nachvollziehbaren Fakten belegen, ein hilfreiches Instrument. Durch Intendant*innenwechsel angestoßene Change-Prozesse lassen sich auf diese Weise genauso im Zeitablauf ablesen wie Veränderungen durch die Gewinnung vielfältiger Besucher*innen oder Digitalisierung.

Entlang der KULTURELLEN WIRKUNGSDIMENSIONEN© Programme & Formate, Kulturelle Bildung & Partizipation, Kund*innen & Nutzer*innen, Partnerschaften & Netzwerke, Mitarbeiter*innen und Finanzen & Betrieb legen Institutionen ihre Wirkungsziele fest oder erarbeiten auf diese Weise ihr Mission Statement oder Leitbild. Gleichzeitig beschreiben sie Indikatoren zur Evaluation und Maßnahmen zur Umsetzung. Organisationsziele lassen sich auf Abteilungs- und Mitarbeiterebene herunterbrechen. Auf diese Weise verknüpfen sich die Wirkungsziele mit der Ablauforganisation und fungieren als Navi für Kulturbetriebe. Die verantwortlichen Führungskräfte sehen, ob die eingeschlagene Richtung stimmt – und machen gleichzeitig nach außen sichtbar, wie der kulturelle Auftrag erfüllt wird.

Ich fand es an der Zeit – 12 Jahre nach unserer Fusion – wieder einmal die Musikerinnen und Musiker und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter frei zu Wort kommen zu lassen. Im Prinzip ging es um die Aussprache über folgende Themen: Repertoire, Konzertformate, Publikum und Vermittlung. Wo stehen wir, wo möchten wir hin, wie sehen wir unser Publikum in 10 oder 20 Jahren? Neben vielen einzelnen Ideen konnten wir aus dem Workshop schließlich auch das Mission Statement für die Deutsche Radio Philharmonie erarbeiten. Außerdem wurden zusammen Grundsätze für ein gutes Miteinander im täglichen Konzertbetrieb erarbeitet. Frau Knava hat die beiden Tage sehr gut vorbereitet und moderiert. Die knapp 100 Beteiligten waren aktiv in die Workshops eingebunden und haben sich in immer wieder neuen Gesprächskonstellationen aktiv eingebracht. Es hat Freude gemacht so konstruktiv über unser Profil und unsere Ziele zu diskutieren. Das gemeinsam erarbeitete Ergebnis ist dokumentiert und ist nun unsere Leitplanke für die Zukunft. Benedikt Fohr, Orchestermanager Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken Kaiserslautern